Sehr geehrte Kleingärtner, Siedler und Eigenheime, liebe Gartenfreunde

Rottweil mit Gold ausgezeichnet

Bundeskleingartenwettbewerb findet Abschluß in Berlin

Großer Jubel bei den Gartenfreunde Rottweil e.V. Die Kleingartenanlage Charlottenhöhe wurde beim bundesweiten Vergleich "Gärten im Städtebau" zur Siegerehrung in Berlin mit einer Goldmedaille prämiert.

Fröhlich lachend präsentierte sich die Delegation der Gartenfreunde aus Baden-Württemberg beim Gruppenfoto. Im Vordergrund hält Vereinsvorsitzende Monika Albert die hochverdiente Urkunde in ihren Händen, Fachberaterin Lore Albrecht-Müller hält die Siegestrophäe, als ob sie sie nicht mehr hergeben wolle, und Stadträtin Gabi Ulbricht, die im Verein die Frauengruppe anführt, zeigt, dass hervorragende gemeinschaftliche Vereinsaktivitäten mit einem dem erworbenen Preis gebührenden Check eine großartige Unterstützung findet. Die Vereinsaktiven Sonja Zeitter-Hekeler (links), stets bemüht, jedes freie Fleckchen der Anlage mit blühendem Grün zu versehen und Gabi Lamparter (rechts hinten), eine der Küchenfeen des Ortsvereins, komplettieren die Frauen-Power aus Rottweil. Die Vertretung des Landesverbandes mit Hannelore Aigner, Jörg Gensicke, Klaus Otto und Rolf Hurlebaus ist stolz auf ihren Mitgliedsverein und fühlt sich im Kreise der Damen recht wohl. 

20 Vereine waren für den 24. Bundeswettbewerb 2018 gemeldet worden. Sie alle hatten sich in einem Vorentscheid 2017 in ihren Landesverbänden empfohlen. Am 1. Dezember wurden nun 6 mal Gold, 10 mal Silber und 4 mal Bronze den Gewinnern ausgehändigt. Die Auszeichnungen würdigen besondere soziale, ökologische und städtebauliche Leistungen der Kleingartenvereine. Das Motto 2018 lautete "kleine Gärten - Bunte Vielfalt". 

Die Gartenfreundinnen aus Rottweil, durften recht früh ihrer Anspannung Luft machen und freuten sich riesig über diese krönende Anerkennung einer erfolgreichen Vereinsarbeit. Die Anlage Charlottenhöhe glänzte auf allen Ebenen: Hohe Artenvielfalt in Flora und Fauna -  hatte sich doch pünktlich zur Begehung eine riesige Blaue Holzbiene eingestellt - betonten den ökologischen Ausbau der Anlage. Hinzu kamen zahlreiche weitere Blüten liebende Insekten, Honigbienen aus direkter Nachbarschaft eines siedelnden Imkers sowie eine reiche Vogelvielfalt in den Gärten. Besondere Aufmerksamkeit wurde großen Grautieren, auch Esel genannt, zu Teil, die zu Besuch aufwarteten und sich sehr für die Beetkräuter der Wegränder interessierten. Eine Kooperation mit den Eselfreunden beschehrt den Gartenfreunden als Gegengabe zur Versorgung mit (Obst-)Schnittgut eine regelmäßige Lieferungen an Eselsmist. Weitere Kooperationen insbesondere mit den Vogelfreunden, dem Agendagarten in Rottweil, Kindergarten und Schule erweitern das soziokulturelle Netzwerk mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt; sehr zur Freude von Oberbürgermeister Ralf Broß. Die Charlottenhöhe ist jedenfalls ein Paradies. 

Hier kommen Sie zur Seite des BDG zum Download des Films

Jörg Gensicke, Landesfachberater

Interne Termine des LV

ariant: normal; text-decoration: none; word-spacing: 0px; white-space: normal; orphans: 2; -webkit-text-stroke-width: 0px; background-color: transparent;">finden Sie hier!

  • Zu Info-Veranstaltungen über Vereinsrecht, Finanzen, Schriftführung und Öffentlichkeitsarbeit
  • Zu Fachberaterlehrgängen
  • Zu Sitzungsveranstaltungen auf Landesebene 

Landesgartenschauen / Grünprojekte / Veranstaltungsparks /Museen

Interessante Externe Veröffentlichungen:

Messen / Pflanzenmärkte / Veranstaltungen:

Wassernotstand bei Immergrünen

Überwinterung von Gehölzen

Nachdem laut Presse dieses Jahr in Süddeutschland nur rund 60 % der normalen Niederschlagsmenge gefallen sind - und regional sicher noch weniger - ist der Boden bis in große Tiefen praktisch ausgetrocknet. Die geringen Regenmengen der vergangenen Wochen haben nur die obersten  Zentimeter des Bodens gerade so angefeuchtet, dass das Wintergetreide auflaufen konnte, können aber bei oberflächlicher Betrachtung zu dem Trugschluß verleiten, dass der Boden ja ausreichend feucht sei.

Dass dem nicht so ist, haben alle bemerkt, die notgedrungen in den letzten Wochen ein Gehölz pflanzen mussten: Leichtere Böden sind als Staub vom Spatenblatt gerieselt und Lehmböden ließen sich nur stückweise aus dem Pflanzloch brechen. Hier muss trotz reichlichem "Einschlämmen" und Angießen auch weiterhin regelmäßig Wasser gegeben werden, denn das meiste wird vom umgebenden trockenen Boden aufgesaugt. 

Ganz besonders bedrohlich ist die tiefgreifende Bodentrockenheit für alle "Immergrünen" Gehölze: Zwar zeigen sie (überraschenderweise!) noch kaum deutliche Wassermangelsymptome wie Einrollen der Blätter und verfrühtes Vergilben und Abwerfen der kroneninneren älteren Blätter, aber das dürfte weitgehend der geringen Verdunstung bei den mittlerweile kühleren Temperaturen geschuldet sein.
Kritisch wird es nun bei längeren Kahlfrostperioden, hier droht verstärkt Frosttrocknis, da die Pflanzen kaum Wasserreserven haben: Taut bei gefrorenem Boden tagsüberdie Sonne die Blätter auf, verdunsten diese natürlich Wasser, und wenn sie keines nachgeliefert bekommen - z.B. aus dem Holzkörper- vertrocknen sie.
Übrigens zählen hier auch Rosen und andere Gehölze mit grüner, also nicht durch Korkschichten geschützte Rinde zu den Immergrünen - d.h. die meisten "Frostschäden" an Rosen sind reine Trockenschäden, weil versäumt wurde, die Rosentriebe z.B. mit Reisig oder Jutegewebe gegen die Wintersonne zu schützen.

Deshalb sollten Immergrüne mehrmals kräftig gewässert werden, und das möglichst bald, denn wenn der Winter entgültig einzieht und der Boden friert, ist es zu spät.

Harald Schäfer, Landesfachberatung

 

Bunte Vielfalt im Programm

Jedes Jahr im Herbst treffen sie sich: die führenden Vertreterinnen der Frauengruppen des Landesverbandes der Gartenfreunde Baden-Württemberg e.V. Sie und die Damen, die Sie vertreten, sind nicht zu verwechseln mit den Landfrauen, sondern innerhalb der Organisation der Gartenfreunde eingegliedert. Glück und Wohl dem Verein und jenem Bezirksverband, in denen sich solche Gartenfreundinnen zusammenfinden und strukturiert den Männern zur Seite stehen. Sie können in allen Bereichen des Vereins aktiv sein. Und haben sich die Damen einmal einer Sache angenommen, werden sie zu geschickten und erfolgreichen Verfechterinnen ihrer Angelegenheiten.

Im "Deutschen Haus" zwischen Weilheim und Gruibingen fanden sich die geladenen Gartenfreundinnen am 6. Oktober ein. Auch Vizepräsident Rolf Hurlebaus wurde mit seiner Gattin herzlich begrüßt; sein Beitrag über die Erstellung von Vollmachten im Rahmen von Betreuungsfragen im Alter sollte aber erst am Folgetag gehört werden. Um es Vorweg zu nehmen: Das Thema traf voll den Punkt, wie auch Präsident Klaus Otto und seine Frau , die am Sonntagmorgen angereist waren, feststellen konnten.

Für den Samstagnachmittag hatten sich die 30 Teilnehmerinnen zuerst gärtnerischen Inhalten versprochen. Die Landesfachberater Jörg Gensicke und Harald Schäfer waren zugegen, um vielfältig gestellte Fragen betreffend der Gartenbewirtschaftung zu diskutieren. Schäfer hatte den Part mit einem Vortrag über das "Gärtnern im Klimawandel" eröffnet und zeigte darin auf, dass mit den Klimaveränderungen und Wetterkapriolen im Garten neue Herausforderungen an uns herantreten, die wir bereits spürbar beobachten können. Beide Fachberater erläuterten viele gärtnerische Möglichkeiten wobei sie den eifrig Frage stellenden einfach mal so die Thematik aller Fachbereiche öffneten.

Kundige Gartenfreundinnen sind die besten Ansprechpartner, wenn es um die atmosphärische Ausstattung von Räumlichkeiten und weiteren festlichen Veranstaltungen geht. In einer den "Arbeitstag" beschließenden Bastelstunde wurden entsprechend der Erweiterung des persönlichen künstlerischen Repetoires der Damen mit Acrylkugeln, Strohseide und etwas "Elektrik-Trick" bunte Leuchtkugeln hergestellt.

Reger Austausch, persönliche Gespräche, Erinnerungen und Anregungen überbrückten die Phasen zwischen den Programmpunkten. Vorschläge für das nächste Jahr wurden angerissen und zur weiteren Verfolgung in den Raum gestellt. Kurzum: Es war für alle Teilnehmerinnen ein wunderschönes, kurzweiliges und lehrreiches Wochende. Über die Auswirkungen in den Ortsvereinen und zu Hause darf man gespannt sein.