Sehr geehrte Kleingärtner, Siedler und Eigenheimer, liebe Gartenfreunde

Notwendige Neuerungen stärken alle Verbandsebenen - sie helfen jedem Einzelnen unserer Verbände, Vereine und Mitglieder

Das Jahr 2018 hatte uns einiges zu bieten: Im Garten einen nicht enden wollenden Rekordsommer mit Hitze und Trockenheit und im Bereich der Vereinsverwaltung das neue Datenschutzrecht, das sicher auch 2019 noch Überraschungen für uns hervorbringen wird.

Wir haben die für das Einpflegen der Datenschutzbestimmungen erforderlichenErweiterungen unserer bestehenden Regelwerke gleich für eine umfassende Überarbeitung genutzt, so dass jetzt z.B. bei den Satzungen und den Vereinsordnungen alle Versionen für Vereine, Bezirksverbände und den Landesverband soweit wie möglich "aus einem Guss" sind. Für Chance und Ziel einer erfolgreichen Zukunftsgestaltung ein unverzichtbares Muss!

Und wie immer bergen Neuerungen die Gefahr von Missverständnissen, Irrtümern oder Fehldeutungenin sich, die besonders dann für Probleme sorgen, wenn Fehlinformationen ohne Abklärung mit dem "Verantwortlichen" - also in diesem Fall mit dem Landesverband als Urheber der neuen Mustersatzungen und -vereinsordnungen - unwissend, leichtfertig oder auch absichtsgeleitet weiterverbreitet werden.

Dies soll an einem Beispiel aus den Satzungen anschaulich erläutert werden:    Klicken Sie dazu bitte hier!

Der Landesverband der Gartenfreunde Baden-Württemberg e.V. bietet jedes Jahr seinen angeschlossenen Verbänden und Vereinen im Sommerhalbjahr mit dem "Tag der offenen Geschäftsstelle" einen Tag der Begegnung und des Kennenlernens.

Neben Informationen rund um Haus und Garten, Vorträge und Beratungsstände finden sich Sitzgelegenheiten und ruhige Ecken zum Anknüpfen von Kontakten, Fachsimpeln oder einfach nur um sich auszutauschen. Dabei wird auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Wie in den Jahren zuvor haben das Präsidium des Landesverbandes mit Klaus Otto (Präsident), Rolf Hurlebaus (Vizepräsident), Hannelore Aigner (Schatzmeisterin) und Jutta Kerler (Schriftführerin) beschlossen, den Gewinn aus dem Verkauf von Speisen und Getränken, angereichert mit einzelnen individuellen Spenden einer Kinderhilfsorganisation zu überreichen. Tausend Euro sind am Aktionstag 2018 zusammengekommen, die nun am 6. Februar in der Geschäftsstelle in Stuttgart an den Verein "Sternentraum 200 e.V." übergeben wurden.

Die Spende soll für den Herzenswunsch eines 10 jährigen Mädchens verwendet werden: "Einmal mit meinen Eltern 800 km auf dem Jakobsweg pilgern"! Da sie nicht alleine sitzen, gehen, stehen und greifen kann, benötigt die Familie eine Sänfte mit Rad, eine sog. Joelette. Durch die Spende kann nun mit der sechs- bis achtwöchigen Tour ein richtiggroßer Herzenswunsch in Erfüllung gehen. 

 

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Wassernotstand bei Immergrünen

Überwinterung von Gehölzen

Nachdem laut Presse dieses Jahr in Süddeutschland nur rund 60 % der normalen Niederschlagsmenge gefallen sind - und regional sicher noch weniger - ist der Boden bis in große Tiefen praktisch ausgetrocknet. Die geringen Regenmengen der vergangenen Wochen haben nur die obersten Zentimeter des Bodens gerade so angefeuchtet, dass das Wintergetreide auflaufen konnte, können aber bei oberflächlicher Betrachtung zu dem Trugschluss verleiten, dass der Boden ausreichend feucht sei.

Dass dem nicht so ist, haben alle bemerkt, die notgedrungen in den letzten Wochen ein Gehölz pflanzen mussten: Leichtere Böden sind als Staub vom Spatenblatt gerieselt und Lehmböden ließen sich nur stückweise aus dem Pflanzloch brechen. Hier muss trotz reichlichem "Einschlämmen" und Angießen auch weiterhin regelmäßig Wassergegeben werden, denn das meiste wird vom umgebenden trockenen Boden aufgesaugt.

Ganz besonders bedrohlich ist die tiefgreifende Bodentrockenheit für alle "Immergrünen" Gehölze: Zwar zeigen sie (überraschenderweise!) noch kaum deutliche Wassermangelsymptome wie Einrollen der Blätter, Verfrühtes Vergilben und Abwerfen der kroneninneren älteren Blätter, aber das dürfte weitgehend der geringen Verdunstung bei den mittlerweile kühleren Temperaturen geschuldet sein. Kritisch wird es nun bei längeren Kahlfrostperioden. Hier droht verstärkt Frosttrocknis, da die Pflanzen kaum Wasserreserven haben: Taut bei gefrorenem Boden tagsüber die Sonne die Blätter auf, verdunsten diese natürlich Wasser, und wenn sie keines nachgeliefert bekommen- z.B. aus dem Holzkörper- vertrocknen sie.
Übrigens zählen hier auch Rosen und andere Gehölze mit grüner, also nicht durch Korkschichtengeschützte Rinde zu den Immergrünen - d.h. die meisten "Frostschäden" an Rosen sind reine Trockenschäden, weil versäumt wurde, die Rosentriebe z.B. mit Reisig oder Jutengewebe gegen die Wintersonne zu schützen. Deshalb sollten Immergrüne mehrmals kräftig gewässert werden, und das möglichst bald. Denn wenn der Winter entgültig einzieht und der Boden friert, ist es zu spät.

Harald Schäfer