Sehr geehrte Kleingärtner, Siedler und Eigenheimer, liebe Gartenfreunde

Auszeichnung für die Förderung Biologischer Vielfalt im Schulgarten
- Präsidium folgt einer Einladung nach Adelsheim -

Am 19 Februar 2018 folgt das Präsidium des Landesverbandes der Gartenfreunde BW e.V. der Einladung des Eckenberg-Gymnasiums und Landesschulzentrums für Umwelterziehung Adelsheim. Die über Jahre hinweg gewachsene Schulgartenkonzeption der Schule wurde durch den Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk MDL als sogenanntes UN-Dekadeprojekt "Biologische Vielfalt" ausgezeichnet. Nach Begrüßung der geladenen Gäste durch Schulleiter OStD Meinolf Stendebach und Abteilungsleiter StD Theo Prestel führte ein Vortrag von Dr. Dorothee Benkowitz durch die spannende Welt Biologischer Vielfalt. In ihren Ausführungen werden die enorme Bedeutung von Gärten als Orte der Begegnung mit allen Facetten Biologischer Vielfalt, aber auch die Aufgabe zum Erhalt und zur Förderung dieser, herausgestellt. Die meisten Gärten werden mehr oder weniger naturnah bewirtschaftet und bieten einer Vielzahl von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen einen Lebensraum, wenn nicht sogar einen Rückzugsort. Viele unserer Nutzpflanzen blicken auf eine lange Geschichte zurück und wurden z.T. züchterisch stark verändert.  In Gärten kann man oft noch eine Vielzahl an alten Sorten antreffen, im Supermarkt hingegen oft nur noch eine Handvoll.
Um die enorme Bedeutung von Schulgärten als Erlebnis- und Lernort hervorzuheben, hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten e.V. am 12. Juni 2018 zum zweiten Mal den "Tag des Schulgartens" ausgerufen. Alle Schulen im Bundesgebiet sind aufgerufen sich durch Aktionen zu beteiligen und so auf die Potenziale von Schulgartenarbeit aufmerksam zu machen.
Minister Peter Hauk betont im Zuge der Auszeichnungen, dass die Landesregierung die Schulgartenarbeit seit Jahren unterstützt und hebt die zentrale Bedeutung von Schulgärten hervor, biologische Vielfalt erlebbar zu machen. Er ist der Überzeugung, dass jede Schule einen Schulgarten einrichten sollte.
Der Schulgartenbeauftrage STR Christian Puschner bedankte sich nach der Übergabe der Auszeichnung im Namen des gesamten Teams und lud die Anwesenden zu einer Verkostung verschiedener Apfelsorten ein.

Jörg Gensicke

  • Das Blühende Barock Ludwigsburg teilte uns mit, dass mit Beginn der Gartensaison 2018, Gartenfreunde, die zugleich Inhaber eines einheitlichen Mitgliedsausweises des Landesverbandes sind, vergünstigten Eintritt erhalten.
Durch Vorlage des Mitgliedausweises in Verbindung mit dem Personalausweis an den Kassen erhalten Sie einen um 1,- Euro ermäßigten Eintritt. - Bitte nutzen Sie dieses Angebot, da es für die weiteren Jahre nur Aufrecht erhalten werden kann, wenn es von Seiten der Gartenfreunde nachgefragt wird!
 
  • Ausgebrummt - Insektensterben in Deutschland (Ein Beitrag von ZDF/Doku/Planet e)
    Das Insektensterben in Deutschland nimmt drammatische Formen an. Welche Auswirkungen hat dies auf unsere Umwelt, und welche Lösungsansätze gibt es?
     
  • E-Book zum Dowload: "Gärtnern mit Kindern - Pädagogisch sinnvolle Beschäftigung mit Spaßgarantie", Autorin Birgit Kuhn. - Schauen Sie aber auch mal auf unsere Schulgartenarbeit
     
  • LV bietet seinen Funktionären Seminare über Vereinsrecht, Finanzen sowie Schriftführung und Öffentlichkeitsarbeit an. Näheres darüber sowie weitere wichtige Termine finden Sie hier!
  • Messen / Pflanzenmärkte / Veranstaltungen:

    LTZ-Broschüre "Integrierter Pflanzenschutz 2018 - Umwelt- und Sachgerechter Pflanzenschutz im Haus und Kleingarten - Info/Tabellen zulässiger Pflanzenschutzmittel

    Neue Regelungen beim Sachkundenachweis (SKN) für Pflanzenschutz

    Link aktuell! Kübelpflanzen-Alarm Baden-Württemberg

    Tipp! Biologischer Pflanzenschutz aktuell - Insekten schützen Pflanzen
     

    Info-Blätter und Aktionen für den Freizeitgärtner werden größtenteils von staatlichen Institutionen wie dem LTZ Augustenberg - Beachten Sie die Internetpräsenz für Hobbygärtner! - sowie dem Julius Kühn Institut u.a. erarbeitet. Wir unterstützen deren Verbreitung und bedanken uns herzlich für die Zurverfügungstellung!

     

    Bundesnaturschutzgesetz seit 1. März 2010

    Das Amt für Bauen, Landschaft und Planung der Unteren Landschaftsbehörde in Viersen hat dazu ein hervorragendes Infopapier veröffentlicht:  "Schutzzeiten in Garten und Landschaft" 

     

    Schadorganismen, Neophyten:

    Birnengitterrost/Wacholderrost

    Kirschfruchtfliege

    Kirschessigfliege

    Beifuss-Ambrosie (LTZ - Info Baden-Württemberg)
     

    Links zur Grünen Schriftenreihe des BDG

    Bd. 236 Pflanzenschutz im Kleingarten unter ökologischen Bedingungen

    Bd. 223 Objekte des Natur- und Umweltschutzes

    Bd. 220 Naturnaher Garten und seine Vorzüge

    Bd. 210 Biologischer Pflanzenschutz

    Bd. 190 Grundseminar Pflanzenschutz

    Bd. 184 Düngung, Pflanzenschutz und Ökologie ...

    Veröffentlichte Kinderseiten unserer Mitgliederzeitschrift "Haus und Garten"

    2016:
    Februar, März, April, Mai, Juni, Jul./Aug., September, Oktober, November, Dezember

    2017:
    Januar, Februar, März, April
    , Mai, Juni, Juli/August, September, Oktober, November, Dezember

    2018:
    Januar, Februar, März, April

    Wichtige Adressen zum Thema (Schul)-Gartenarbeit:

    Lernen in und mit der Natur

    Wir möchten verantwortungsvoll mit unserer Umwelt umgehen und das Wissen darüber, wie unsere belebte und unbelebte Natur funktioniert, auch der nächsten Generation weitergeben.
    Mit einer durch den Landesverband begleiteten (Schul-)Gartenarbeit beabsichtigen die Gartenfreunde in den Bezirksverbänden, sowie den darin angeschlossenen Ortsvereinen eine gartenfachliche, naturbezogenen und vor allem der veränderten Lebenswelt angepasste Jugendbildung zu entwickeln, beziehungsweise die Vereine und Verbände in dieser Aufgabenstellung zu unterstützen.
    Dabei werden gleichermaßen Aktivitäten auf Vereinsgelände/in Vereinslehrgärten als auch auf Schulgeländen gelegene Aktivitäten in Schulgärten mit Kindern und Jugendlichen als wertvoll angesehen und unterstützt.

    (Schul-)Garten als vielfältiger Erfahrungs- und Lernort

    (Schul-)Gärten sind mehr oder weniger räumlich abgrenzbare Flächen auf oder nahe dem Schulgelände, die speziell für Lehr-Lernprozesse geplant und bewirtschaftet werden. Sie verfügen meist über eine große Vielfalt von Biotopen und aktionsflächen und fördern, neben einer unmittelbaren Naturbegegnung und der Möglichkeit selbst zu gestalten, Erkenntnisprozesse zum Verständnis grundlegender naturwissenschaftlicher Zusammenhänge. Zudem bieten Sie Freiräume für Sport, Spiel und soziales Miteinander und ermöglichen Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge und Entscheidungsprozesse.
    Damit sind Schulgärten in idealer Lernort für problem- und handlungsorientierten Unterricht und bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Umsetzung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und Verbraucherbildung.
    Hervorzuheben ist, das (Schul-)Gartenarbeit viele Möglichkeiten bietet, den Unterricht aller Schulfächer, vor allem aber naturwisenschaftliche Zusammenhänge, für Schülerinnen und Schüler erlebbar zu machen. Zudem bereichert ein Schulgarten gerade in Pausen und Freistunden das Schulleben und stellt einen ganz besonderen Rückzugsort zum Auftanken bereit. Auch die Gestaltungsmöglichkeiten bei den zahlreichen schulischen Veranstaltungen und die damit verbundene Öffentlichkeitswirksamkeit sind nicht zu unterschätzen.
    Unterricht im Garten setzt ganzheitlich an. - alle Sinne unserer Schülerinnen und Schüler werden eingebunden und damit alle Lerntypen angesprochen. Z. B. erfahren sie die Vielfalt natürlicher Duft- und Geschmackserlebnisse, die Pflanzen für uns bereit halten. Durch den eigenen Anbau bekommen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in grundlegende Produktionsweisen. Weiterhin erden sie für den bewussten Umgang mit Produkten aus dem Garten sensibilisiert. Sie lernen die Leistung der landwirtschaftlichen Produktion sowie Obst und Gemüse aus eigenem oder regionalem Anbau wertzuschätzen.
    Nicht der Zwang steht dabei im Mittelpunkt, sondern das unmittelbare Vorleben, das Vorbild sein und das Aufzeigen von Alternativen für eigene Entscheidungs- und Handlungsprozesse (z.B. bei der Ernährungsbildung und Gesundheitserziehung). In unserem Alltag sehen wir uns mit zahlreichen Problemen auf globaler und lokaler Ebene konfrontiert. Klimawandel und Ernährungssicherung sind hier nur stellvertretend zu nennen. Hier gilt es positive Lösungsansätze zu thematisieren und zu bewerten sowie eigene Strategien zu entwickeln. Neben dem eigenen Tun und dem Ausprobieren ist vor allem die Koordination und Kooperation mit anderen von Bedeutung. Das betrifft Menschen unterschiedlicher und sozialer und kultureller Herkunft. Genau hier liegt das enorme Potential von moderner (Schul-)Gartenarbeit mit all ihren Facetten.

    Die Rolle der Vereine und Verbände

    Vereine und Verbände der Gartenfreunde erhalten gemeinsam das sogenannte gärtnerische Praxiswissen in unserer Gesellschaft. Vor allem im Zuge der tiefgreifenden Veränderung in unserer Alltagswelt geprägt durch ...

    • mediale Überfrachtung
    • virtuelle Wirklichkeiten
    • zunehmenden Verlust an Biodiversität
    • fortschreitende Entfremdung von der Natur
    • Verlust an vielen Primärerfahrungen
    • ungesunde Lebensstile und
    • einen dramatischen Rückgang konkreten Handlungswissens ...

    eine sehr wichtige Aufgabe im Sozialisationsprozess unserer Kinder und Jugendlichen. Hier erscheint es dringend notwendig sich als Verein in Richtung der Jugend zu öffnen und die nächste Generation am Wissen über die Natur teilhaben zu lasen.
    Um Kinder und Jugendliche anzusprechen bieten sich Kooperationen mit Schulen gerade zu an. Vorrang bei der gesamten (Schul-)Gartenarbeit sollten Nachhaltigkeit und Kontinuität bei Planung, Erhalt und Pflege der Biototpe durch die gesamte Schulgemeinschaft, aber vor allem durch die Schüler und Schülerinnen haben.
    Daher stehen Aktivitäten im Vordergrund, welche die Vereinsverantwortlichen, die Lehrerinnen und Lehrer, die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und die Kooperationspartner nicht überfordern und einen engen Bezug zum gültigen Bildungsplan und dem jeweiligen Schulcurriculum aufweisen. Hervorzuheben ist dabei die Tatsache, dass alle Beteiligten in einem Boot sitzen und eine gute Kooperation auf allen Ebenen erfolgt. Ziel ist es das Schulgelände und den (Schul-)Garten in den Horizont der Schülerinnen und Schüler zu rücken. Das direkte Umfeld bietet eine Fülle von wertvollen Erfahrungen und motiviert zum gemeinsamen Lernen.

    Unsere Angebote

    • Unterstützung von interessierten Ortsvereinen bei der Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen und bei der Entwicklung eines individuellen (Schul-)Garten-Konzeptes
    • Beratung von Vereinsvertretern bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung von (Schul-)Gartenaktivitäten und einzelnen Aktionstagen
    • Bereitstellung von Tipps oder Vermittlung von Materialien für die theoretische und praktische (Schul-)Gartenarbeit mit Kindern und Jugendlichen - didaktisch-methodische Hinweise
    • Vermittlung von Ansprechpartnern und Experten auf Anfragen von Vereinen und Schulen
    • Schnittstelle zwischen Schulen und Vereinen bzw. zwischen Vereinen und Schulen
    • Erstellen von Publikationen für die Vereinszeitschrift rund um das Thema (Schul-)Garten
    • Erstellen von Handreichungen für die (Schul-)Gartenarbeit
    • Beteiligung an Planung und Durchführung von Fortbildungen und diversen Veranstaltungen
    • Mitarbeit in Gremien und Organisationen (u.a. Landesarbeitsgemeinschaft Schulgarten, Schulgarteninitiative des Landes, Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten)