Sehr geehrte Kleingärtner, Siedler und Eigenheimer, liebe Gartenfreunde

Politik hat offenes Ohr für die Verbände

Am 21. Februar 2018 findet in der Geschäftsstelle des Landesverbandes in Stuttgart von 9:30 bis 17:00 Uhr der erste Teil des Integrationsseminars "Qualifizierungsangebote zur Stärkung interkultureller Kompetenz" statt. - Freie Plätze sind noch zu belegen! - Seminarinfo

Diese Weiterbildungsveranstaltung für Funktionsträger zum Thema Integration ist die erste von zwei Veranstaltungen, die in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Soziales und Integration sowie dem Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR BW) durchgeführt wird. Frau Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL hatte während eines Treffen der Freizeitgartenverbände am 16. November 2017 in Heilbronn dankenswerterweise eine Anregung von Präsident Klaus Otto aufgenommen, die nun umgesetzt wird. - Hintergrund ist, dass für Verbände und Vereine, insbesondere den Kleingartenvereinen, die Integration von Neubürgern aus verschiedenen Kulturkreisen zu einer immer größeren Bedeutung, zu einer großen Herausforderung, im Alltag wird: Einerseits können die Vereine einen wichtigen Beitrag zum Gelingen dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe leisten, andererseits sind die Funktionsträger zunehmend überfordert. Belastungen durch die zunehmende Zahl an - auch von der Politik angestoßenen - Vorschriften wachsen; zugleich sind aber Informationen über die kulturellen Vorprägungen der verschiedenen Herkunftsgruppen kaum aufbereitet, geschweige denn Vorschläge für den Umgang damit verfügbar. An diese Punkte knüpfen die Seminare an.

Der eigentliche Grund des Treffens in Heilbronn war die anstehende Bundesgartenschau 2019 in der Käthchenstadt und dem Austausch wichtiger Informationen darüber, da die Gartenbauverbände ja wichtige Multiplikatoren der baden-württembergischen Gartenzunft sind. Es gilt für dieses in Heilbronn auch städtebaulich zukunftsweisende Projekt für 2019 kräftig die Werbetrommel zu rühren - konnte doch eine riesige Industriebrache auf der "Neckarinsel" in zentrumsnahe Grünflächen und eine interessante Mischung aus Wohnen, Arbeit und Nahversorgung umgestaltet werden.

Doch wurden auch weitere Arbeitsbereiche und Sorgen der Verbände angesprochen:

  • Zur aktuellen Situation bei glyphosathaltigen Herbiziden wies Präsident Otto daraufhin, dass die Anwendung von Herbiziden sowohl in der Mustergartenordnung des Landesverbandes wie auch in vielen Gartenordnungen ohnehin untersagt ist. Er begrüßt, dass einige Gartencenter-Ketten solche Produkte bereits ausgelistet haben und diese auch von der amtlichen Beratung nicht mehr empfohlen werden.
  • Ein ganz heißes Eisen, die mittlerweile auch in Baden-Württemberg um sich greifende Umwandlung von Kleingartenanlagen in Bauland, nutzte Präsident Otto zu einem nachdrücklichen Appell an die politisch Verantwortlichen, die Kleingartenanlagen wegen ihrer positiven Effekte auf Stadtklima, Ökologie, Grundwasser und nicht zuletzt auf ihre psychisch und physisch stabilisierende Wirkung für die Bevölkerung nicht leichtfertig einer "Höchstverdichtung zu opfern.
  • Besonders für unsere Siedler- und Eigenheimervereine gewinnt das Thema "steuerliche Gemeinnützigkeit" zunehmende Brisanz. Präsident Otto verdeutlichte das vielfältige Engagement dieser Vereine für ihre Kommunen bei Blumenschmuckwettbewerben, der Pflege des öffentlichen Grüns sowie durch gartenfachliche Weiterbildung nicht nur der Mitglieder. Sie erhalten die regionale Gartenkultur, bewahren Gartenwissen und geben es an die nachfolgenden Generationen weiter. So tragen sie zur Erhöhung des Wohnwertes als einem entscheidenden Kriterium der "weichen Standortfaktoren" bei. - Daher steht aus seiner Sicht auch diesen Vereinen die steuerliche Gemeinnützigkeit zu.
  • Um der zunehmenden Naturentfremdung und der Fast-Food-Esskultur der Kinder und Jugendlichen entgegenzuwirken, betonte Staatssekretärin Gurr-Hirsch MdL die Bedeutung der Umwelterziehung und der Ernährungsschulung. So wird mit dem "Ernährungsführerschein" den Schulen ein ausgearbeitetes Unterrichtskonzept, um den Kindern über selbst zubereitete Gerichte aus hochwertigen frischen Zutaten die Bedeutung einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung nahezubringen. Als ideale Ergänzung sieht sie die Schulgartenarbeit und die vielfältigen Kooperationen der Freizeitgartenbauorganisationen mit Kindergärten und Schulen und ermuntert die Verbände zu einem noch stärkeren Engagement. Präsident Otto konnte diesen Wunsch gleich aufnehmen und verwies auf unseren Schulgartenbeauftragten Christian Puschner und seine vielfältige Tätigkeit für den Landesverband, seine Bezirke und Vereine. Auch nutzte er die Chance, auf die bereits druckfertige Schulgartenbroschüre unseres Verbandes hinzuweisen und um einen Zuschuss zu den Druckkosten zu bitten. Frau Gurr-Hirsch versprach, sich dafür einzusetzen und bescherte uns ein kleines "Weihnachtswunder", denn schon im Dezember erfolgte die Zusage, für die wir ihr ein herzliches Dankeschön sagen.

Der "direkte Draht" zwischen MLR und den Freizeitgartenbauverbänden in unserem Land zeigt einerseits die Wertschätzung unserer Arbeit durch die politisch Verantwortlichen und trägt zum anderen durch die kooperative Zusammenarbeit auch reiche Frucht, was nicht nur unseren Mitgliedern, sondern allen Bürgern zu Gute kommt. Wir sind dankbar dafür und freuen uns schon auf das nächste Treffen in diesem Jahr.

Präsidium

  • Vorabbesichtigung der Landesgartenschau Lahr 2018 durch Funktionsträger der dem Landesverband angeschlossenen Bezirke und Vereine - Information  und Anmeldung

 
  • Noch 5 freie Plätze für das Integrationsseminar "Qualifizierungsangebote zur Stärkung interkultureller Kompetenz" am 21.02.2018 von 9:30 - 17:00 Uhr in der Geschäftsstelle des LV in Stuttgart. - Info herunterladen!
    Weiterbildungsveranstaltung für Funktionsträger zum Thema Integration in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Soziales und Integration und dem Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.
     
  • Ausgebrummt - Insektensterben in Deutschland (Ein Beitrag von ZDF/Doku/Planet e)
    Das Insektensterben in Deutschland nimmt drammatische Formen an. Welche Auswirkungen hat dies auf unsere Umwelt, und welche Lösungsansätze gibt es?
     
  • E-Book zum Dowload: "Gärtnern mit Kindern - Pädagogisch sinnvolle Beschäftigung mit Spaßgarantie", Autorin Birgit Kuhn. - Schauen Sie aber auch mal auf unsere Schulgartenarbeit
     
  • LV bietet seinen Funktionären Seminare über Vereinsrecht, Finanzen sowie Schriftführung und Öffentlichkeitsarbeit an. Näheres darüber sowie weitere wichtige Termine finden Sie hier!
  • Messen / Pflanzenmärkte / Veranstaltungen:

    Veröffentlichte Kinderseiten unserer Mitgliederzeitschrift "Haus und Garten"

    2016:
    Februar, März, April, Mai, Juni, Jul./Aug., September, Oktober, November, Dezember

    2017:
    Januar, Februar, März, April
    , Mai, Juni, Juli/August, September, Oktober, November, Dezember

    2018:
    Januar,

    Wichtige Adressen zum Thema (Schul)-Gartenarbeit:

    Lernen in und mit der Natur

    Wir möchten verantwortungsvoll mit unserer Umwelt umgehen und das Wissen darüber, wie unsere belebte und unbelebte Natur funktioniert, auch der nächsten Generation weitergeben.
    Mit einer durch den Landesverband begleiteten (Schul-)Gartenarbeit beabsichtigen die Gartenfreunde in den Bezirksverbänden, sowie den darin angeschlossenen Ortsvereinen eine gartenfachliche, naturbezogenen und vor allem der veränderten Lebenswelt angepasste Jugendbildung zu entwickeln, beziehungsweise die Vereine und Verbände in dieser Aufgabenstellung zu unterstützen.
    Dabei werden gleichermaßen Aktivitäten auf Vereinsgelände/in Vereinslehrgärten als auch auf Schulgeländen gelegene Aktivitäten in Schulgärten mit Kindern und Jugendlichen als wertvoll angesehen und unterstützt.

    (Schul-)Garten als vielfältiger Erfahrungs- und Lernort

    (Schul-)Gärten sind mehr oder weniger räumlich abgrenzbare Flächen auf oder nahe dem Schulgelände, die speziell für Lehr-Lernprozesse geplant und bewirtschaftet werden. Sie verfügen meist über eine große Vielfalt von Biotopen und aktionsflächen und fördern, neben einer unmittelbaren Naturbegegnung und der Möglichkeit selbst zu gestalten, Erkenntnisprozesse zum Verständnis grundlegender naturwissenschaftlicher Zusammenhänge. Zudem bieten Sie Freiräume für Sport, Spiel und soziales Miteinander und ermöglichen Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge und Entscheidungsprozesse.
    Damit sind Schulgärten in idealer Lernort für problem- und handlungsorientierten Unterricht und bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Umsetzung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und Verbraucherbildung.
    Hervorzuheben ist, das (Schul-)Gartenarbeit viele Möglichkeiten bietet, den Unterricht aller Schulfächer, vor allem aber naturwisenschaftliche Zusammenhänge, für Schülerinnen und Schüler erlebbar zu machen. Zudem bereichert ein Schulgarten gerade in Pausen und Freistunden das Schulleben und stellt einen ganz besonderen Rückzugsort zum Auftanken bereit. Auch die Gestaltungsmöglichkeiten bei den zahlreichen schulischen Veranstaltungen und die damit verbundene Öffentlichkeitswirksamkeit sind nicht zu unterschätzen.
    Unterricht im Garten setzt ganzheitlich an. - alle Sinne unserer Schülerinnen und Schüler werden eingebunden und damit alle Lerntypen angesprochen. Z. B. erfahren sie die Vielfalt natürlicher Duft- und Geschmackserlebnisse, die Pflanzen für uns bereit halten. Durch den eigenen Anbau bekommen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in grundlegende Produktionsweisen. Weiterhin erden sie für den bewussten Umgang mit Produkten aus dem Garten sensibilisiert. Sie lernen die Leistung der landwirtschaftlichen Produktion sowie Obst und Gemüse aus eigenem oder regionalem Anbau wertzuschätzen.
    Nicht der Zwang steht dabei im Mittelpunkt, sondern das unmittelbare Vorleben, das Vorbild sein und das Aufzeigen von Alternativen für eigene Entscheidungs- und Handlungsprozesse (z.B. bei der Ernährungsbildung und Gesundheitserziehung). In unserem Alltag sehen wir uns mit zahlreichen Problemen auf globaler und lokaler Ebene konfrontiert. Klimawandel und Ernährungssicherung sind hier nur stellvertretend zu nennen. Hier gilt es positive Lösungsansätze zu thematisieren und zu bewerten sowie eigene Strategien zu entwickeln. Neben dem eigenen Tun und dem Ausprobieren ist vor allem die Koordination und Kooperation mit anderen von Bedeutung. Das betrifft Menschen unterschiedlicher und sozialer und kultureller Herkunft. Genau hier liegt das enorme Potential von moderner (Schul-)Gartenarbeit mit all ihren Facetten.

    Die Rolle der Vereine und Verbände

    Vereine und Verbände der Gartenfreunde erhalten gemeinsam das sogenannte gärtnerische Praxiswissen in unserer Gesellschaft. Vor allem im Zuge der tiefgreifenden Veränderung in unserer Alltagswelt geprägt durch ...

    • mediale Überfrachtung
    • virtuelle Wirklichkeiten
    • zunehmenden Verlust an Biodiversität
    • fortschreitende Entfremdung von der Natur
    • Verlust an vielen Primärerfahrungen
    • ungesunde Lebensstile und
    • einen dramatischen Rückgang konkreten Handlungswissens ...

    eine sehr wichtige Aufgabe im Sozialisationsprozess unserer Kinder und Jugendlichen. Hier erscheint es dringend notwendig sich als Verein in Richtung der Jugend zu öffnen und die nächste Generation am Wissen über die Natur teilhaben zu lasen.
    Um Kinder und Jugendliche anzusprechen bieten sich Kooperationen mit Schulen gerade zu an. Vorrang bei der gesamten (Schul-)Gartenarbeit sollten Nachhaltigkeit und Kontinuität bei Planung, Erhalt und Pflege der Biototpe durch die gesamte Schulgemeinschaft, aber vor allem durch die Schüler und Schülerinnen haben.
    Daher stehen Aktivitäten im Vordergrund, welche die Vereinsverantwortlichen, die Lehrerinnen und Lehrer, die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und die Kooperationspartner nicht überfordern und einen engen Bezug zum gültigen Bildungsplan und dem jeweiligen Schulcurriculum aufweisen. Hervorzuheben ist dabei die Tatsache, dass alle Beteiligten in einem Boot sitzen und eine gute Kooperation auf allen Ebenen erfolgt. Ziel ist es das Schulgelände und den (Schul-)Garten in den Horizont der Schülerinnen und Schüler zu rücken. Das direkte Umfeld bietet eine Fülle von wertvollen Erfahrungen und motiviert zum gemeinsamen Lernen.

    Unsere Angebote

    • Unterstützung von interessierten Ortsvereinen bei der Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen und bei der Entwicklung eines individuellen (Schul-)Garten-Konzeptes
    • Beratung von Vereinsvertretern bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung von (Schul-)Gartenaktivitäten und einzelnen Aktionstagen
    • Bereitstellung von Tipps oder Vermittlung von Materialien für die theoretische und praktische (Schul-)Gartenarbeit mit Kindern und Jugendlichen - didaktisch-methodische Hinweise
    • Vermittlung von Ansprechpartnern und Experten auf Anfragen von Vereinen und Schulen
    • Schnittstelle zwischen Schulen und Vereinen bzw. zwischen Vereinen und Schulen
    • Erstellen von Publikationen für die Vereinszeitschrift rund um das Thema (Schul-)Garten
    • Erstellen von Handreichungen für die (Schul-)Gartenarbeit
    • Beteiligung an Planung und Durchführung von Fortbildungen und diversen Veranstaltungen
    • Mitarbeit in Gremien und Organisationen (u.a. Landesarbeitsgemeinschaft Schulgarten, Schulgarteninitiative des Landes, Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten)

    Fortbildungsangebote des Landesverbandes zu Vereinsrecht, Finanzen, Schriftführung und Öffentlichkeitsarbeit für unsere Funktionäre. - Weitere Veranstaltungen sind in Vorbereitung!

    n.n. Seminar Schriftführung und Öffentlichkeitsarbeit
    Ort: wird noch bekannt gegeben
       
    Zeiten: Beginn: 10.00 Uhr · Mittag 12.30 Uhr · Ende 16.00 Uhr
    Referenten: Rolf Hurlebaus · Journalist Jürgen Klein
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    n.n. Seminar Vereinsrecht
    Ort: wird noch bekannt gegeben
       
    Zeiten: Beginn 10.00 · Mittag 12.30 · Ende 16.00 Uhr
    Referenten: RA Ralf Bernd Herden, Klaus Otto
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    Maximale Teilnehmerzahl pro Seminar von 40 Personen. Anmeldung in der Geschäftsstelle des LV. Es ist ein Unkostenbeitrag von 30,- Euro für Mittagessen und Unterlagen zu entrichten. Anmeldung ist vollständig nach Eingang der Seminargebühr.

    Termine Sitzungen

    • Sitzungen des Präsidiums jeweils am ersten Mittwoch im neuen Monat
    • 4. Mai 2018 Sitzung Gesamtvorstand in der Geschäftsstelle in Stuttgart
    • 5. Mai 2018 Sitzung Verbandsausschuss im Vereinsheim der Gartenfreunde Heiningen

    Tag der offenen Geschäftsstelle 2018

    • 14. Juli 2018

    Landesverbandstag

    • am 22. September 2018 in Pforzheim

    Landesfrauentagung

    • am 6. und 7. Oktober 2018

    Termine Fachberatung

    Fachberaterlehrgänge 2017/2018

    • Fachberater-Kompaktkurs Donaueschingen und Umgebung:
      Veranstaltungsort: Vereinsheim Gießkanne Kleingartengemeinschaft Donaueschingen e.V. Anlage Haberfeld
      Info und Programm
       
    • Fachberater-Kompaktkurs Esslingen / Waiblingen u. Umgebung:
      Veranstaltungsort: Vereinsheim der Gartenfreunde Endersbach
      Info und Programm
       

    Fachberaterlehrgänge 2018/2019

    • In Planung Fachberaterkurs Böblingen - Beginn November 2018
       
    • In Planung Fachberaterkurs Pforzheim - Beginn November 2018
       
    • Angebote Ganztagsseminare nach Absprache mit Bezirksebene