Sehr geehrte Kleingärtner, Siedler und Eigenheimer, liebe Gartenfreunde

Rückblick 2017

das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu; ein Jahr in dem sich die Natur nicht nur von der schönen Seite für uns Gartenfreunde zeigte. Der Kälteeinbruch im April sorgte für minimale Ernten in der Obsterzeugung, Sturm und Hagel taten in Zeiten danach ihr Übriges. Zwingt uns dieses Erleben nicht dazu, noch mehr über den Klimawandel nachzudenken und uns zu bemühen, der Natur etwas davon zurückzugeben was ihr an anderer Stelle genommen wird? Im Rückblick auf das Vergangene konnte ich aber auch feststellen, dass es im Umgang der Gartenfreunde untereinander ebenfalls öfters stürmisch zugegangen ist und unangebrachte Verhaltensweisen zu großer Kälte im Umgang miteinander führte, was nicht sein müßte.

Reinhold Niebuhr, amerikanischer Theologe, Philosoph und Politikwissenschaftler sprach einmal: "Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden."

Nichts ist für alle Zeit fest zementiert und so mussten Kleingärtner erfahren - und werden sich wohl zukünftig darau einstellen müssen - dass auch Dauerkleingartenanlagen aus unterschiedlichen Beweggründen von Veränderungen betroffen sein können. Jeden Tag lesen wir in den Zeitungen oder hören in den Nachrichten, dass Dinge geschehen mit denen wir nicht einverstanden sind, wir es aber hinnehmen müssen, weil es einfach so geschieht. Menschen müssen mit Veränderungen leben, und auch damit, dass sich in unserer schnelllebigen Zeit die Geschwindigkeit von Verstehen und Reagieren bzw. deren Notwendigkeit ebenfalls stark beschleunigt. Und selbst im menschlichen Miteinander, wenn man sich auf einem guten Weg befindet, tun sich einschneidende Veränderungen auf, die das Vorwärtsstreben hart ausbremsen. Der plötzliche Tod unseres Schatzmeisters Bernd Linsenmaier, sowie das Ausscheiden von Schriftführer Norbert Wieland stellte den Landesverband vor die Frage: "Wie geht es weiter?" - Doch wir hatten Glück, dass wir mit Hannelore Aigner als Schatzmeisterin und Jutta Kerler als Schriftführerin für den Verband zwei fachlich und menschlich engagierte Frauen gewinnen konnten, die uns allen Gut tun.

Wenn auch 2017 die Zahl der Mitglieder rückläufig war, sei es aus Kostengründen oder aus dem Wunsch nach Veränderung, dem der Landesverband nicht folgen konnte, ist dies kein kleingärtnerisches Problem; nein, es ist dem Wandel der Gesellschaft geschuldet und zeigt sich auch bei anderen Organisationen. Die Bereitschaft zur Übernahme eines Ehrenamtes, verbunden mit Verantwortung innerhalb seines Vereins, findet immer weniger Interesse. Die Anforderungen, die vom Gesetzgeber den Vereinen auferlegt werden, halten so manchen davon ab, Verantwortung zu übernehmen. Und trotzdem müssen Mitglieder ihren Verein selbst tragen und leiten, soll er nicht aufgelöst werden.

Wir vom Landesverband stellen uns den Aufgaben und werden im Jahr 2018 mit unseren umfangreichen Schulungen in den Bereichen Vereinswesen und Fachberatung fortfahren. Gemeinsam mit den Bezirksverbänden unterstützen wir die Arbeit der ehrenamtlich tätigen Gartenfreunde aktiv und setzen uns für unsere Mitglieder ein. Beim Landesverbandstag im September wird gemeinsam mit den Delegierten die Zukunft unseres Landesverbandes beraten und mit den richtigen Beschlüssen der Weg in die gemeinsame Zukunft vorgegeben.

"Gemeinsam sind wir stark!" Mit diesem Motto wünsche ich Ihnen allen eine geruhsame, besinnliche und segensreiche Weihnachtszeit! Und kommen Sie gut ins neue Jahr!

Ihr Präsident Klaus Otto

  • Die Geschäftsstelle des Landesverbandes hat von Donnerstag, den 21.12.2017 bis Sonntag, den 07.01.2018 Betriebsferien

 
  • Ausgebrummt - Insektensterben in Deutschland (Ein Beitrag von ZDF/Doku/Planet e)
    Das Insektensterben in Deutschland nimmt drammatische Formen an. Welche Auswirkungen hat dies auf unsere Umwelt, und welche Lösungsansätze gibt es?
     
  • E-Book zum Dowload: "Gärtnern mit Kindern - Pädagogisch sinnvolle Beschäftigung mit Spaßgarantie", Autorin Birgit Kuhn. - Schauen Sie aber auch mal auf unsere Schulgartenarbeit
     
  • LV bietet seinen Funktionären Seminare über Vereinsrecht, Finanzen sowie Schriftführung und Öffentlichkeitsarbeit an. Näheres darüber sowie weitere wichtige Termine finden Sie hier!
     
  • Fachberaterlehrgänge für Gartenfreunde ab September 2017 (nach den Sommerferien)!
    (Sehen Sie auch unter Termine)
     
  • Messen / Pflanzenmärkte / Veranstaltungen 2017:

    Veröffentlichte Kinderseiten unserer Mitgliederzeitschrift "Haus und Garten"

    2016:
    Februar, März, April, Mai, Juni, Jul./Aug., September, Oktober, November, Dezember

    2017:
    Januar, Februar, März, April
    , Mai, Juni, Juli/August, September, Oktober, November, Dezember

    Wichtige Adressen zum Thema (Schul)-Gartenarbeit:

    Lernen in und mit der Natur

    Wir möchten verantwortungsvoll mit unserer Umwelt umgehen und das Wissen darüber, wie unsere belebte und unbelebte Natur funktioniert, auch der nächsten Generation weitergeben.
    Mit einer durch den Landesverband begleiteten (Schul-)Gartenarbeit beabsichtigen die Gartenfreunde in den Bezirksverbänden, sowie den darin angeschlossenen Ortsvereinen eine gartenfachliche, naturbezogenen und vor allem der veränderten Lebenswelt angepasste Jugendbildung zu entwickeln, beziehungsweise die Vereine und Verbände in dieser Aufgabenstellung zu unterstützen.
    Dabei werden gleichermaßen Aktivitäten auf Vereinsgelände/in Vereinslehrgärten als auch auf Schulgeländen gelegene Aktivitäten in Schulgärten mit Kindern und Jugendlichen als wertvoll angesehen und unterstützt.

    (Schul-)Garten als vielfältiger Erfahrungs- und Lernort

    (Schul-)Gärten sind mehr oder weniger räumlich abgrenzbare Flächen auf oder nahe dem Schulgelände, die speziell für Lehr-Lernprozesse geplant und bewirtschaftet werden. Sie verfügen meist über eine große Vielfalt von Biotopen und aktionsflächen und fördern, neben einer unmittelbaren Naturbegegnung und der Möglichkeit selbst zu gestalten, Erkenntnisprozesse zum Verständnis grundlegender naturwissenschaftlicher Zusammenhänge. Zudem bieten Sie Freiräume für Sport, Spiel und soziales Miteinander und ermöglichen Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge und Entscheidungsprozesse.
    Damit sind Schulgärten in idealer Lernort für problem- und handlungsorientierten Unterricht und bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Umsetzung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und Verbraucherbildung.
    Hervorzuheben ist, das (Schul-)Gartenarbeit viele Möglichkeiten bietet, den Unterricht aller Schulfächer, vor allem aber naturwisenschaftliche Zusammenhänge, für Schülerinnen und Schüler erlebbar zu machen. Zudem bereichert ein Schulgarten gerade in Pausen und Freistunden das Schulleben und stellt einen ganz besonderen Rückzugsort zum Auftanken bereit. Auch die Gestaltungsmöglichkeiten bei den zahlreichen schulischen Veranstaltungen und die damit verbundene Öffentlichkeitswirksamkeit sind nicht zu unterschätzen.
    Unterricht im Garten setzt ganzheitlich an. - alle Sinne unserer Schülerinnen und Schüler werden eingebunden und damit alle Lerntypen angesprochen. Z. B. erfahren sie die Vielfalt natürlicher Duft- und Geschmackserlebnisse, die Pflanzen für uns bereit halten. Durch den eigenen Anbau bekommen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in grundlegende Produktionsweisen. Weiterhin erden sie für den bewussten Umgang mit Produkten aus dem Garten sensibilisiert. Sie lernen die Leistung der landwirtschaftlichen Produktion sowie Obst und Gemüse aus eigenem oder regionalem Anbau wertzuschätzen.
    Nicht der Zwang steht dabei im Mittelpunkt, sondern das unmittelbare Vorleben, das Vorbild sein und das Aufzeigen von Alternativen für eigene Entscheidungs- und Handlungsprozesse (z.B. bei der Ernährungsbildung und Gesundheitserziehung). In unserem Alltag sehen wir uns mit zahlreichen Problemen auf globaler und lokaler Ebene konfrontiert. Klimawandel und Ernährungssicherung sind hier nur stellvertretend zu nennen. Hier gilt es positive Lösungsansätze zu thematisieren und zu bewerten sowie eigene Strategien zu entwickeln. Neben dem eigenen Tun und dem Ausprobieren ist vor allem die Koordination und Kooperation mit anderen von Bedeutung. Das betrifft Menschen unterschiedlicher und sozialer und kultureller Herkunft. Genau hier liegt das enorme Potential von moderner (Schul-)Gartenarbeit mit all ihren Facetten.

    Die Rolle der Vereine und Verbände

    Vereine und Verbände der Gartenfreunde erhalten gemeinsam das sogenannte gärtnerische Praxiswissen in unserer Gesellschaft. Vor allem im Zuge der tiefgreifenden Veränderung in unserer Alltagswelt geprägt durch ...

    • mediale Überfrachtung
    • virtuelle Wirklichkeiten
    • zunehmenden Verlust an Biodiversität
    • fortschreitende Entfremdung von der Natur
    • Verlust an vielen Primärerfahrungen
    • ungesunde Lebensstile und
    • einen dramatischen Rückgang konkreten Handlungswissens ...

    eine sehr wichtige Aufgabe im Sozialisationsprozess unserer Kinder und Jugendlichen. Hier erscheint es dringend notwendig sich als Verein in Richtung der Jugend zu öffnen und die nächste Generation am Wissen über die Natur teilhaben zu lasen.
    Um Kinder und Jugendliche anzusprechen bieten sich Kooperationen mit Schulen gerade zu an. Vorrang bei der gesamten (Schul-)Gartenarbeit sollten Nachhaltigkeit und Kontinuität bei Planung, Erhalt und Pflege der Biototpe durch die gesamte Schulgemeinschaft, aber vor allem durch die Schüler und Schülerinnen haben.
    Daher stehen Aktivitäten im Vordergrund, welche die Vereinsverantwortlichen, die Lehrerinnen und Lehrer, die Schülerinnen und Schüler, die Eltern und die Kooperationspartner nicht überfordern und einen engen Bezug zum gültigen Bildungsplan und dem jeweiligen Schulcurriculum aufweisen. Hervorzuheben ist dabei die Tatsache, dass alle Beteiligten in einem Boot sitzen und eine gute Kooperation auf allen Ebenen erfolgt. Ziel ist es das Schulgelände und den (Schul-)Garten in den Horizont der Schülerinnen und Schüler zu rücken. Das direkte Umfeld bietet eine Fülle von wertvollen Erfahrungen und motiviert zum gemeinsamen Lernen.

    Unsere Angebote

    • Unterstützung von interessierten Ortsvereinen bei der Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen und bei der Entwicklung eines individuellen (Schul-)Garten-Konzeptes
    • Beratung von Vereinsvertretern bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung von (Schul-)Gartenaktivitäten und einzelnen Aktionstagen
    • Bereitstellung von Tipps oder Vermittlung von Materialien für die theoretische und praktische (Schul-)Gartenarbeit mit Kindern und Jugendlichen - didaktisch-methodische Hinweise
    • Vermittlung von Ansprechpartnern und Experten auf Anfragen von Vereinen und Schulen
    • Schnittstelle zwischen Schulen und Vereinen bzw. zwischen Vereinen und Schulen
    • Erstellen von Publikationen für die Vereinszeitschrift rund um das Thema (Schul-)Garten
    • Erstellen von Handreichungen für die (Schul-)Gartenarbeit
    • Beteiligung an Planung und Durchführung von Fortbildungen und diversen Veranstaltungen
    • Mitarbeit in Gremien und Organisationen (u.a. Landesarbeitsgemeinschaft Schulgarten, Schulgarteninitiative des Landes, Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten)

    Fortbildungsangebote des Landesverbandes zu Vereinsrecht, Finanzen, Schriftführung und Öffentlichkeitsarbeit für unsere Funktionäre. - Weitere Veranstaltungen sind in Vorbereitung!

    25.11.2017  Seminar Schriftführung und Öffentlichkeitsarbeit
    Ort: wird noch bekannt gegeben
       
    Zeiten: Beginn: 10.00 Uhr · Mittag 12.30 Uhr · Ende 16.00 Uhr
    Referenten: Rolf Hurlebaus · Journalist Jürgen Klein
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    18.11.2017 Seminar Vereinsrecht
    Ort: wird noch bekannt gegeben
       
    Zeiten: Beginn 10.00 · Mittag 12.30 · Ende 16.00 Uhr
    Referenten: RA Ralf Bernd Herden, Klaus Otto
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    Maximale Teilnehmerzahl pro Seminar von 40 Personen. Anmeldung in der Geschäftsstelle des LV. Es ist ein Unkostenbeitrag von 30,- Euro für Mittagessen und Unterlagen zu entrichten. Anmeldung ist vollständig nach Eingang der Seminargebühr.

    Betriebsferien Weihnachten 2017/Neujahr 2018

    • 22.12.2017 bis 08.01.2018

    Termine Sitzungen

    • Sitzungen des Präsidiums jeweils am ersten Mittwoch im neuen Monat
    • 4. Mai 2018 Sitzung Gesamtvorstand in der Geschäftsstelle in Stuttgart
    • 5. Mai 2018 Sitzung Verbandsausschuss im Vereinsheim der Gartenfreunde Heiningen

    Tag der offenen Geschäftsstelle 2018

    • 14. Juli 2018

    Landesverbandstag

    • am 22. September 2018 in Pforzheim

    Landesfrauentagung

    • am 6. und 7. Oktober 2018

    Termine Fachberatung

    Fachberaterlehrgänge 2017/2018

    • Fachberater-Kompaktkurs Donaueschingen und Umgebung:
      Veranstaltungsort: Vereinsheim Gießkanne Kleingartengemeinschaft Donaueschingen e.V. Anlage Haberfeld
      Info und Programm
       
    • Fachberater-Kompaktkurs Esslingen / Waiblingen u. Umgebung:
      Veranstaltungsort: Vereinsheim der Gartenfreunde Endersbach
      Info und Programm